Publikationen & Medien

Artikel, Interviews, Kolumnen – hier finden Sie eine Auswahl meiner Beiträge in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft & Gesellschaft.

Bernd Braun – Publikationen und Medien mobil

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BERND BRAUN

Eigene Publikationen

Meine Inhalte sind Orientierung in einer digital geprägten Führungswelt. Ich schreibe über Haltung, Kommunikation und Verantwortung in Zeiten von KI, Hybridität und Kulturwandel. 

Beispiele:

Bernd Braun – Keynotes und Moderationen

BERND BRAUN

Medienpräsenz (Auswahl)

Hier finden Sie eine Auswahl aktueller Interviews, TV-Beiträge und Pressestimmen. 

Beispiele (mit Links oder PDFs):

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Pressespiegel & Downloads

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Bernd Braun – Über mich / mobile

Textauszug für das Buch “Anstand” (Arbeitstitel)

Die Luft im Museum war kühl, der Steinboden trug die Schritte gedämpft weiter, als sei er an Stille gewöhnt. Zwischen den hohen Säulen stand eine lange Bank aus dunklem Holz, und auf ihr saß Charlotte von Stein, vierundzwanzig Jahre jung, die Hände gefaltet, den Blick auf ein großes Gemälde gerichtet, das einen römischen Staatsmann bei einer Rede zeigte. Nerd Burban, siebenundfünfzig, Jacke offen, Brille leicht schief, blieb stehen, weil ihn ihr Kleid irritierte. Nicht unangenehm. Nur so, als wäre sie aus einem anderen Programm geladen worden. 

Er setzte sich neben sie. Nicht zu nah. Nicht zu weit. Charlotte neigte den Kopf, musterte ihn mit der feinen Zurückhaltung einer Dame ihrer Zeit. „Mein Herr, Ihr Auftreten dünkt mir ungewöhnlich für diesen Ort. Seid Ihr mit den Sitten Roms vertraut?

Nerd grinste. „Naja. Also… mit dem alten Rom eher weniger. Ich kenne mehr das digitale Rom. Social Media, weißt du?“

Charlotte blinzelte irritiert. „So fremd Eure Rede klingt, so wahr scheint mir, dass Ihr nichts Ungebührliches im Sinne führt. Saget, was zieht Euch zu diesem Gemälde?“

„Der Typ da vorne“, Nerd zeigte mit zwei Fingern auf den Redner auf dem Bild, „der wusste, wie man Leute erreicht. Klare Botschaft, klarer Standpunkt. Hatten damals schon ’ne starke Kommunikation. Heute reden alle, aber keiner hört mehr richtig hin.“

Charlotte legte die Hände glatter in den Schoß. „In meinen Kreisen ward stets gelehrt, dass das rechte Wort zur rechten Zeit die Gemüter ordnet. Ein edler Ton schafft Verbindlichkeit. Doch dünkt mir, die Welt, aus der Ihr stammt, sei von anderer Art.“

„Stimmt“, sagte Nerd ruhig. „Heute zählt oft Lautstärke mehr als Haltung. Aber das nervt mich. Ich versuche, Leuten beizubringen, wie wichtig Anstand ist. Klarheit. Menschlichkeit. Sonst geht alles verloren. Auch digital.“

Charlotte wandte sich etwas zu ihm. „Wohl redet Ihr, mein Herr. Denn Anstand, wie Ihr ihn benennt, ist uns gleich teuer. Mögt Ihr in neuer Welt mit neuen Werkzeugen ringen, so bleibt doch des Menschen Herz unverändert bedürftig nach Achtung.“

Nerd lachte leise. „Weißt du was? Das klingt total richtig. Eigentlich sagst du’s schöner als wir heute. Wir könnten so einiges von dir lernen.“

Sie lächelte leicht, höflich, ein Lächeln, das aus einer Welt kam, die Pausen und Nuancen ernst nahm. „Auch ich, scheint es, darf lernen. Denn Eure Rede ist kurz und trefflich und bedarf keiner Zierde. So pflegt man in Eurer Zeit zu sprechen?“

„Ja. Schnell. Direkt. Manchmal zu direkt.“

Charlotte nickte. „So mögen wir beide finden, dass das rechte Maß zwischen uns liegt. Euer Wort bringt Klarheit. Das meinige bringt Anstand.“

Nerd richtete sich ein wenig auf. „Deal.“

Charlotte verstand das Wort nicht, erkannte aber den Ton. „So sei’s denn ein Bund des Lernens.“

Und beide sahen wieder zum Gemälde, als hätte der Redner darauf gerade mit einem leisen Nicken bestätigt, dass gute Worte jeden Abstand zwischen Zeiten überbrücken können.